Der unholde Holger


Holger

Als Kind von Vasallen der Herren zu Lichtenfels aufgewachsen, wurde dem jungen Holger die harte Arbeit auf dem landwirtschaftlichen Gut der Eltern schon bald zu öd und er sehnte sich nach großen Taten, welche die Spielleut oft besangen.
War erst das Schupflehen seiner Eltern ausgelaufen, machte er sich alsbald auf den Weg in ferne Städte und verdingte sich sein Brot mit dem Handwerk eines Schmiedes.
Die Lieder und Gesänge aus seiner Kindheit begleiteten ihn dabei in jeden neuen Tag hinein und er träumte von farbenprächtigen Trossen großer Heerscharen, mit denen er sich auf den Weg machen wollte, große Abenteuer zu erleben.
So schloss er sich als fahrender Schmied den Zügen der Kaufleute an, und lauschte an den nächtlichen Feuern Legenden und Sagen von Nah und Fern.
Eines Abends, am Feuer einer kleinen Feldschmiede, lernte er die junge Sonja von die Marien kennen, die ihm die zauberhafte Welt der Musik eröffnen sollte.
Durch Tanz und Musik beflügelt, ließ die beiden diese wundervolle Lebensart nicht mehr los.
So beschlossen sie sich den reisenden Spielleuten unhold anzuschließen, um fortan das Volk durch Lieder und Balladen zu erfreuen.

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