Das Jerusalemkreuz ist ein griechisches Kreuz oder Kruckenkreuz , bei dem in den vier Quadranten nochmal je ein kleineres griechisches Kreuz angeordnet ist. Das Jerusalemkreuz stellt Jesus Christus und die vier Evangelisten oder die fünf Wunden Christi dar.
Der Kreuzfahrer Gottfried von Bouillon verwendete es nach der Gründung des Königreichs Jerusalem als Staatswappen. Da er sich den Königstitel als Regent der Heiligen Stadt nicht anmaßen wollte, nannte er sich "Beschützer des Heiligen Grabes". Später entstand unter dem selben Wappen eine Bruderschaft von "Rittern des Heiligen Grabes". Es wurde in gold auf weiß (heraldisch silber) dargestellt. Diese Kombination verstößt gegen die heraldische Regel, nach der niemals Metall (gold, silber) an Metall grenzen darf, sondern mit einer Farbe abwechseln muss. Durch diesen bewussten Regelverstoß wurde jedoch die einzigartige Stellung des Wappens betont.
Solange das christliche Königreich Jerusalem Bestand hatte, blieb es dessen offizielles Wappen.

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